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01.01.2003
Kulturspaziergang durch die Mannheim Oststadt
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00:00 Uhr -

Unter besonderer Fürsorge der Stadtverwaltung stand das Viertel für das reiche Mannheimer Bürgertum. Durch strenge Bauvorschriften gewann man den Raum für ein Villenviertel, denn der Abstand der Häuser zueinander und zur Straße sowie ihre Höhe waren genau geregelt. Unterbunden wurden auch Grundstücksspekulationen, wie sie auf dem Lindenhof stattgefunden haben. Eine gesunde und schöne Wohnlage garantierte auch die Nähe zum Luisenpark. Der ästhetischen Qualität wurde auch bei der Anlage der Straßenzüge Beachtung geschenkt. Das Rechteckschema durchbrach man durch Diagonalen und Sternplätze.

Den Ansprüchen des gehobenen Bürgertums wurde man in der zum Friedrichsring hin gelegenen Oststadt durch Mietshäuser mit großzügigen und repräsentativen Räumen versehenen Mietwohnungen gerecht. Diese Wohnungen boten schon den modernsten hygienischen Komfort, denn sie waren mit Badezimmern ausgestattet.

Die Crème de la crème erwarb sich besonders im östlichen Teil an der Werder-, der Carola- und Hildastraße - heute Erzberger - bzw  Kolpingstraße Grundstücke. Bevorzugter Architekt dieser Zeit war unter anderem R. Tillessen. Er, wie auch seine Kollegen, ahmten vor allem den Baustil des Barocks, der italienischen Renaissance oder des deutschen Mittelalters nach. 

Zudem ähnelten die Villen oft auch vornehmen Landhäusern, Schlössern oder Burgen. In diesen Anwesen wohnten bzw. residierten beispielsweise Richard Ladenburger (Bankhaus Ladenburger & Söhne), August Clemm ( Generaldirektor der Chemischen Fabrik C. Weyl & Co. AG der 1914 in den erblichen Adelsstand erhoben wird; August Clemm von Hohenberg), Heinrich Röchling (Eisen- und Stahlwerke Völklingen), Friedrich Engelhorn (Böhringer), oder Karl Lanz. Es ist auffallend, dass es sich hier in den meisten Fällen um die zweite Generation - also die Söhne der Firmengründer - handelte. So ließ Karl Lanz, der Sohn von Heinrich Lanz, an der schlossähnlichen Villa überall Monogramme anbringen wie es einst auch die französischen Könige getan hatten.

Der Rosengarten

Zu den wohl bekanntesten und eindrucksvollsten Gebäuden Mannheim gehört das Kultur- und Kongreßzentrum Rosengarten. Direkt gegenüber dem Wasserturm, dem Mannheimer Wahrzeichen, liegt das zu einer einzigartigen, geschlossenen Jugendstilanlage gehörende Kultur- und Kongresszentrum. 

Im Jahr 1897 beschloss der Stadtrat Mannheims die Errichtung dieser Festhalle. Gestaltet wurde der Rosengarten nach den Plänen des Berliner Architekten Bruno Schmitz. 1903 wurde der nach dem Gewann-Namen benannte Baukomplex "Rosengarten" eingeweiht. Die prächtige Jugendstilfassade des Eingangsportals, in ihrer ursprünglichen Form auch heute noch erhalten, zeigt plastische Büsten von Mozart und Beethoven, sowie allegorische Darstellungen der Musik. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der gesamte Rosengarten zerstört. Blieb die Fassade des alten Querhauses in historischer Form auch erhalten, wurde das Innere beim Wiederaufbau weitgehend schmucklos und schlicht geplant und gestaltet. 1950 begann die gezielte Rekonstruktion - eingeweiht wurde der Rosengarten 1952. Bereitsab November 1946 nutzte man die Wandelhalle wieder für Versammlungen und seit 1948 den provisorisch instand gesetzten Musensaal erneut für Ausstellungen.

Der Rosengarten ist heute eines der größten Kultur- und Kongresszentren Deutschlands und kann bis zu 9.000 Personen aufnehmen. Hier gehen Kongresse, Tagungen, Hauptversammlungen, Seminare, Schulungen, Konzerte, Bälle, Tanzturniere und vieles mehr "über die Bühne". Die Betreibergesellschaft des Rosengartens, die 1991 gegründet wurde, erzielte bisher sehr gute Auslastungsquoten. Durch den Rosengarten führte beim Kulturspaziergang Michel Maugé, Geschäftsführer der Mannheimer Kongress- und Touristik GmbH.

Der Mannheimer Wasserturm

Das Wahrzeichen der Quadratestadt steht an der höchsten Stelle des Friedrichsplatzes. Nach den Plänen des Architekten Gustav Halmhuber wurde der ca. 60 Meter hohe Wasserturm im Jahre 1886 fertig gestellt.

Der aus gelbem Sandstein bestehende Bau ist in römischen Monumentalformen gehalten und fasst 2000 cbm Wasser. Eine Statue der Amphitrite, der Gattin des Meeresgottes Poseidon, ziert das Dach des Wasserturms. Das kleine Wasserbecken schmücken Nixen und Tritonen - am großen Wasserbecken sind zwei steinerne Zentaurengruppen. Die Parkanlage stammt von Bruno Schmitz (1901-03), besonders im Sommer ist diese ein beliebter Treffpunkt.

Die Heilig - Geist - Kirche

Eine weitere Station des Kulturspaziergangs war die um 1903 erbaute Heilig-Geist-Kirche. Informationen zur Geschichte der katholischen Kirche gab Pfarrer Dittmann.

Zu dem vom Architekten Bruno Schmitz angelegten Friedrichsplatz mit der größten geschlossenen Jugendstilanlage Deutschlands gehört neben der Kunsthalle, dem Karl-Friedrich-Gymnasium auch die Heilig-Geist-Kirche.

Christuskirche

Als Mannheim sein 300jähriges Bestehen mit einer großen Ausstellung 1907 feierte, legte man auch den Grundstein für die Christuskirche. Vollendet wurde die Kirche nach 5-jährigerBauzeit im Jahre 1911. Die größte Kirche Mannheims entstand nach den Plänen des Architekten Christian Schrade.

Die Christuskirche ist das einzige repräsentative Gebäude, das den Zweiten Weltkrieg ohne größeren Schaden überstanden hat – abgesehen vom Verlust der herrlichen Kirchenglocken.

Der imposante Jugendstilbau gehört zu den vier evangelischen Kirchen, die um die Jahrhundertwende in den schnell wachsenden Außengemeinden errichtet wurden. Bei der Besichtigung der Christuskirche übernahm Herr Heldmann die Führung.

Die Kunsthalle

An der Südseite des Friedrichsplatzes liegt der nach Plänen des Architekten Hermann Billing im Jahr 1906 im Jugendstil errichtete Gebäudekomplex. 

Der Haupteingang mit dem Treppenaufgang und den Löwenplastiken, die das Portal stark betonen, befindet sich auf der Rückseite zur Moltkestraße. Die Kunsthalle enthält eine der bedeutendsten Galerien von Gemälden und Plastiken des 19. und 20. Jahrhunderts mit den Schwerpunkten Frankreich und Deutschland.

Die 1906 erbaute Kunsthalle erhielt erst nach dem Ende der im Rahmen der Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum 1907 gezeigten Ausstellung eine Konzeption, auf die im wesentlichen der 1909 als Leiter berufene Fritz Wichert Einfluss nahm. Durch die Kunsthalle führte Werner Marx.

Das Carl-Benz-Denkmal

Gemeinsam mit Gottlieb Daimler zählt Carl Benz zu den Bahnbrechern in der Entwicklung des neuzeitlichen Kraftwagens. So konstruierte er 1878 einen Zweitakt-Gasmotor - 1885 ein dreirädriges Kraftfahrzeug mit Viertakt-Verbrennungsmotor und elektrischer Zündung, das 1886 erstmals in Mannheim fuhr. Zudem gründete er 1883 die Firma Benz & Cie (seit 1899 AG) die 1926 in der Daimler-Benz-AG aufging. Gestorben ist Carl Benz am 05.04. 1929 in Ladenburg.

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