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01.03.2003
Kulturspaziergang durch die A und B Quadrate
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13:00 Uhr -

Rund um den Schillerplatz

Ganz in der Nähe der Jesuitenkirche ist der Schillerplatz. Auf einem Stich von Baertels aus dem Jahr 1758 ist der Platz mit seinem rechteckigen Grundriss zu erkennen. Ist der Schillerplatz auf einer Darstellung von 1840 noch als leere Fläche - zwischen Jesuitenkirche, Kalter Gaß, Palais Zweibrücken und Theater - zu erkennen, so wird er bald von Spaziergängern zum Promenieren und von Kindern zum Spielen genutzt. Im Jahr 1859 - anlässlich der Schillerfeier - erhielt er nicht nur seine gärtnerische Anlage, sondern auch seinen Namen "Schillerplatz".

Das Palais Bretzenheim in A2

Das Palais Bretzenheim ist in den Jahren 1782-88 nach den Plänen von Peter Anton von Verschaffelt im Auftrag des Kurfürsten Carl Theodor im strengen klassizistischen Stil erbaut worden.  Zuerst war es Wohnsitz seiner aus der Verbindung mit seiner Maitresse Josefa Seyffert stammenden Kinder, die den Titel von Reichsgrafen und ab 1789 Sogar Reichsfürsten von Bretzenheim trugen. Seit 1842 wurde das Haus als Privatpalais benutzt. Die Rheinische Hypothekenbank erwarb das Palais im Jahre 1899. Diese baute es um 1900 funktionsgerecht, aber im wesentlichen unter Beibehaltung der ursprünglichen Innenausstattung, um. Während des 2. Weltkrieges wird es durch Brand völlig zerstört. Mit Veränderungen wurde 1948/49 die Fassade einschließlich der schmiedeeisernen Fenstergitter im Erdgeschoss stilgerecht rekonstruiert. Im Inneren stellte man lediglich das Haupttreppenhaus mit vereinfachter Treppe wieder her, die Stuckreliefs wurden 1953/54 von August Dursy neu geschaffen.

Das alte Theater am Schillerplatz

Hier am Schillerplatz erinnert heute noch eine Gedenktafel an das alte, 1778 gegründete Nationaltheater. Unter der Leitung seines ersten Intendanten Wolfgang Heribert von Dalberg fand am 13.01.1782 die Uraufführung der "Räuber" von Friedrich Schiller statt. Das historische Gebäude auf dem Quadrat B 3 erfuhr mehrere Umbauten. So sind die Veränderungen von Joseph Mühldorfer 1853-55 besonders bemerkenswert. Es wurde nicht nur die Außenansicht durch ein aufgesetztes Stockwerk verändert, auch die Höfe überbaute der berühmte Theaterdekorateur, Architekt und Maschinist Mühldorfer. Während des 2. Weltkrieges wurde das Gebäude in der Nacht vom 5 zum 6. September 1943 zerstört.

Die Sternwarte



Der Jesuit Christian Mayer ist der Begründer der Astronomie in der Kurpfalz. Er konnte den Kurfürsten Carl Theodor überzeugen, anstelle der provisorischen Sternwarte am Schwetzinger Schloss den Neubau in Mannheim zu errichten. Es wurde zuerst geplant, den Turm beim Jesuitenkolleg zu einem Observatorium umzugestalten. Doch wegen des schlechten Zustandes des "Alten Turms" gab man diesen Plan bald auf. Stattdessen wurde in den Jahren 1772-1774 nach den Plänen von Johann Lacher die Sternwarte als Observatorium westlich der Jesuitenkirche erbaut.

Durch  Kriegsereignisse wurden die Beobachtungen für sechs Jahre eingestellt. Erst 1801 konnte mit der Wiederaufstellung der Instrumente, die in Kisten verpackt waren, begonnen werden. Das nahm etwa zwei Jahre in Anspruch. Danach arbeitete die Sternwarte bis zum Jahr 1846 in Mannheim weiter. Sowohl der Bau, als auch das Instrumentarium entsprachen zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr den Anforderungen. Seit einiger Zeit war schon eine Verlegung nach Karlsruhe im Gespräch, aber um 1860 konnte die Sternwarte unter dem Hofastronomen E. Schönfeld ihre Arbeit wieder aufnehmen. Auf der Plattform wurde eine Drehkuppel installiert, somit stieg auch die wissenschaftliche Bedeutung der Sternwarte beachtlich und auch ein Neubau kam ins Gespräch. Als aber größere Reparaturen am Gebäude nötig wurden, verlegte man die Sternwarte 1880 nach Karlsruhe. So sparte man die Kosten für die nötigen Renovierungsarbeiten.

Nachdem das Gebäude in Erbbauchrecht an die Stadt Mannheim gegangen war, wurde die Sternwarte in den Jahren 1905/06 renoviert. Auch den Zweiten Weltkrieg überstand dieses Gebäude. Doch erst 1958 konnten die nötigen Renovierungsarbeiten und die Instandsetzung abgeschlossen werden. Waren von 1906 bis 1939 schon Ateliers und Künstlerwerkstätten im ersten Obergeschoss untergebracht, so wurden dann nach 1958 die übrigen Geschosse zu Atelierwohnungen ausgebaut.Heute haben die Künstler Uta Dorra, Jens Trimpien, Walter Stallwitz, Norbert Nüßle und Edgar Schmandt ihre Ateliers in der Alten Sternwarte.

Jesuitenkirche

Unter der Bauherrschaft der Kurfürsten Carl-Philipp und Carl Theodor von der Pfalz entstand in den Jahren 1733-1760 die Mannheimer Jesuitenkirche. Die Pläne stammten von dem aus Bologna kommenden Architekten Allessandro Galli Da Bibiena. Vorbild für den Mannheimer Sakralbau war die Mutterkirche Al Gesu in Rom.1733 erfolgte die Grundsteinlegung, Richtfest war 1748. Eingeweiht wurde der über 100 Meter lange Kirchenbau von Fürstbischof Joseph von Augsburg. Wenn auch in der von Kurfürst Carl-Philipp 1728 unterzeichneten Fundations-Urkunde die Jesuiten für "ewige Zeiten" Eigentümer der großen Hofkirche sein sollten, erfolgte doch 13 Jahre nach der Weihe durch Papst Clemens XIV. die Aufhebung des Jesuitenordens. 

Auch die Jesuitenkirche wurde im Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen zerstört. Völlig vernichtet wurde der Hochaltar, die Fürstenloge, die Kanzel und sämtliche Asam-Fresken. Mit den Sanierungsarbeiten wurde schon 1945 begonnen, doch erst 1960 war der gesamte Kirchenraum wieder zugänglich. Lothar Mark hat als Mannheimer Abgeordneter und damaliger Kulturberichterstatter im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages  in den vergangenen Jahren mehrfach dafür gesorgt, dass sich auch der Bund finanziell an den Restaurierungsarbeiten beteiligte.

 

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