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25.10.2006
Lothar Mark schreibt an den baden-württembergischen Wissenschaftsminister Prof. Dr. Frankenberg wegen der geplanten Ausgliederung der Technischen Informatik nach Heidelberg
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Lesen Sie im Folgenden seinen Brief:


Sehr geehrter Herr Minister,


mit großem Befremden musste ich der heutigen Tagespresse entnehmen, dass Sie offenbar beabsichtigen, die Technische Informatik der Universität Mannheim der Universität Heidelberg zuzuordnen. Im Gegenzug dazu sollen drei wirtschaftswissenschaftliche und ein weiterer Lehrstuhl von Heidelberg nach Mannheim kommen. Wie Sie im Zusammenhang eines solchen „Fächertauschs“ von einem „sinnvollen Konzept“ sprechen können, bleibt mir unerschlossen.


Die Umgliederung der TI von der Uni Mannheim an die Universität Heidelberg ist meines Erachtens kein Grund zur Entwarnung in der Diskussion um die Umstrukturierungspläne des Mannheimer Rektorats. Weiterhin bleibt festzustellen, dass mit den Umstrukturierungs- und Schließungsplänen die Axt an die Wurzel der Mannheimer Universität gelegt wird. Die geplante Verengung auf eine reine „Business Akademie“ ist diametral entgegengesetzt zum Gründungsgedanken der ersten Universitäten, der universitas magistrorum et scholarium, die auf eine Wissens-, Lern- und Diskussionsgemeinschaft zwischen Studierenden und Lehrenden sowie auf ganzheitliche Bildung angelegt war.


Die Technische Informatik der Universität Mannheim war und ist an der Entwicklung wegweisender Technologien beteiligt. Sie gehört zu den wenigen Instituten an deutschen Universitäten, die mit ihrer Forschung auch kommerzielle Erfolge erreicht haben und höchst erfolgreiche Firmengründungen vorzuweisen haben. Die TI gehört zu den Leuchttürmen der Informatik in Deutschland. Nicht umsonst verspricht sich die Universität Heidelberg durch die Angliederung der TI eine Aufnahme in die nächste Runde der Eliteförderung.


Ich kann und will nicht akzeptieren, dass Mannheim so einfach ein herausragendes Wissenschaftsinstitut aufgeben soll. Vielmehr habe ich die Landesregierung aufgefordert, ihre Versprechungen endlich einzulösen und die zugesagten 24 Lehrstühle am Institut für Technische Informatik am Standort Mannheim und mit Zugehörigkeit zur Universität Mannheim zu schaffen. Dadurch, dass die Landesregierung ihre Zusagen in der Vergangenheit nicht eingehalten und keine Mittel bereitgestellt hat, ist es natürlich nicht möglich, sofort alle fehlenden Lehrstühle einzurichten. Daher muss die Landesregierung ihr Versprechen nun in mehreren Schritten einlösen und pro Jahr einige neue Lehrstühle für die TI in Mannheim zur Verfügung stellen.


Ich war stets der Auffassung, dass die wenigen Lehrstühle am Institut für Technische Informatik nicht zum Anlass genommen werden dürfen, die TI zu schließen. Das Gegenteil ist richtig: Das Institut muss ausgebaut und gestärkt werden. Auch die früheren Ministerpräsidenten Lothar Späth und Erwin Teufel waren dieser Auffassung und haben das Mannheimer Institut für Technische Informatik immer unterstützt. Ich bin sicher, dass beide mit Erschrecken verfolgen, was Ihr Nachfolger im Amt, Ministerpräsident Oettinger und die von ihm geführte Landesregierung, mit der Mannheimer TI vorhaben.


Aus diesen Gründen appelliere ich auch an dieser Stelle nochmals eindringlich an Sie, von den Plänen Abstand zu nehmen und die angestrebte Verengung der Universität Mannheim zur reinen „Business Akademie“ zu verhindern.


Mit freundlichen Grüßen


 


Lothar Mark



 

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